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14.01.2009 - Umzug in Münsingen am 11. Januar oder Tue Gutes und rede darüber .....
Am Sonntag waren wir bei schönstem Wetter in Münsingen zum Umzug eingeladen. Als wir zugesagt haben, wussten wir nicht, dass auf uns etwas besonders zukommt. Das Münsinger Internatsgymnasium, in dem auch Esslinger Kinder unterrichtet werden, ist in eine finanzielle Schieflage geraten. Spontan haben wir uns dazu entschlossen, einen Spendenaufruf im Rahmen des Narrensprungs zu organisieren. Danke den Veranstaltern, dass sie uns dies möglich gemacht haben. Die Spenden wurden bereits am gleichen Tag übergeben. Wir danken allen Spendern, die mit ihrer Spende einen Beitrag zur Rettung des Münsinger Internatsgymnasium geleistet haben! Ein Artikel im "Reutlinger Generalanzeiger" berichtet über weitere Details: Internatsgymnasium - Hat die Münsinger Schule das Schlimmste überstanden? Trotz Insolvenz voller Zuversicht Eltern lassen Sektkorken knallen VON ULRIKE OELKUCH MÜNSINGEN. Die Stimmung ist entkrampft, die Gespräche sind heiter: Ihren Blick haben Eltern wie auch Mitarbeiter am Münsinger Internatsgymnasium wieder ganz auf die Zukunft gerichtet, die es für die im Herbst 2008 eröffnete und in finanzielle Bedrängnis geratene Schule für derzeit 24 hochbegabte Kinder mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom AD(H)S aller Voraussicht nach doch noch geben wird. Über die zunächst anvisierten drei Monate hinaus, zeigt sich Elternsprecher Ludger Wahlers optimistisch, sei der Fortbestand der bundesweit einzigartigen Einrichtung gesichert, auch wenn über das Vermögen der Münsinger Schule GmbH inzwischen das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist. Was Wahlers so zuversichtlich stimmt, dass auf seine Einladung hin am Sonntagabend in der Münsinger Internatsschule die Sektflaschen geöffnet worden sind und sich Schulleiter Martin Klietsch, Hausbesitzer Helmut Queck sowie Münsingens Bürgermeister Mike Münzing und viele Eltern der Gymnasiasten aus den Klassen 5 bis 8 zuprosteten? Vorallem ist es die Tatsache, dass der Schule endlich eine unbefristete Betriebserlaubnis vorliegt. Trotz Feiertagen und Ferien ist sie vom Regierungspräsidium in Tübingen dank zahlreicher politischer Fürsprecher erteilt worden: Mit geringfügigen Einschränkungen zwar. Doch die nur für eine gewisse Zeit. Die Finanzierung des Schulbetriebs, erklärte Wahlers stolz, sei bis Ende März ebenfalls in trockenen Tüchern, die Sammlung der Berkheimer Fleggakaschber während des sonntäglichen Narrensprungs in Münsingen, übergeben durch den Zunftmeister Harald Hezinger sowie Spendenaufrufe haben Wirkung gezeigt. Von der Schule in Esslingen als Vorläuferin des Münsinger Internats habe man sich komplett abgekoppelt und jetzt einen neuen Trägerverein mit Siegfried Kaleja an der Spitze gegründet, der gegebenenfalls in der Lage sein werde, die Schulträgerschaft komplett zu übernehmen, sollten die »sehr Erfolg versprechenden Gespräche« mit dem Christlichen Jugenddorf Deutschland, CJD, bezüglich einer Übernahme wider Erwartens im Sande verlaufen. Noch hinderten die Auflagen des Regierungspräsidiums die Schule zwar daran, weitere Internatsschüler aufzunehmen, so Martin Klietsch. Für eine mögliche neunte Klasse mit zunächst externen Schülern lägen jedoch bereits vier konkrete Anmeldungen vor. Die Psychologin Cordula Neuhaus, die Konzeptgeberin der Münsinger Schule ist, weiß bereits um Anfragen für das Schuljahr 2013/14: 40 bis 50 Internatsschüler, die in Kleinstklassen unterrichtet werden sollen und mit den zu erwartenden Zuschüssen des Landes langfristig auch die Wirtschaftlichkeit der Schule sicherstellen könnten, seien ein anvisiertes Ziel. Neuhaus, die nach eigenem Bekunden ihren Kooperationsvertrag mit Esslingen gekündigt hat, plant in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sonderpädagogik in Reutlingen bereits für Februar, spätestens März, die Gründung eines Instituts für Diagnostik und alltagswirksame Therapie in Münsingen, das sich der Fortbildung von Therapeuten und Lehrern widmen wird. Gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung »Leben mit der Krankheit« soll in Münsingen auch an einer Evaluierungsstudie gearbeitet werden. Um die psychologische Betreuung der Internatsschüler wird sich ab sofort auch die Reutlingerin Andrea Werner kümmern, außerdem werden im Sinne der Qualitätssicherung noch weitere Mentoren und Lehrer gesucht sowie Schulräume ausgebaut. (GEA) Dieser Artikel wurde original aus dem Reutlinger Generalanzeiger übernommen, wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.
 
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Angelegt: 15.01.2009 20:54:02/
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