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Esslinger Zeitung vom 24.01. - Narrenbaumstellen Berkheim

vom 24.01.2005
 

Kraftakt für 20 gestandene Mannsbilder

ES-BERKHEIM:Neuntes Narrenbaumstellen an neuem Standort Knapp 20 Meter hoch und gut zweieinhalb Tonnen schwer: Der neue Berkheimer Narrenbaum ist wahrlich kein Leichtgewicht. Das mussten auch die Jecken feststellen, die das gute Stück mit viel Manpower in die Höhe stemmten. Von Ann-Christin Werner "Der ist jetzt noch so schwer, weil wir ihn erst letzte Woche im Berkheimer Wald geschlagen haben", verriet Oliver Ramsch von den Berkheimer Erlenwölfen. Da sei eben noch viel Feuchtigkeit im Holz, das aber im Laufe der Zeit austrockne. In ein paar Jahren bräuchte man nur noch eine Handvoll kräftiger Männer, um den Baum zu tragen, versprach Oliver Ramsch. Wackelige Angelegenheit Bei der Premiere des neuen Narrenbaumes waren dann aber doch ein paar Hästräger mehr nötig, um den Täufling in die Senkrechte zu stemmen. 20 gestandene Männer stöhnten und ächzten gut eine halbe Stunde lang, bis die Namenstafeln der Berkheimer Narren, die den Baum schmückten, endlich in luftiger Höhe schaukelten. "Da ist halt noch echte Manpower dabei", schwärmte Markus Mauz, der bei den Erlenwölfen das Amt des Baumwarts bekleidet. Mit purer Manneskraft allein sei es aber noch lange nicht getan. Denn je weiter sich der Baum vom Boden entfernt, desto wackeliger wird auch die ganze Angelegenheit. Neu ist in diesem Jahr nicht nur der Baum selbst. Auch der Standort des Narren-Symbols hat sich geändert: Stand es die vergangenen acht Jahre noch in der Berkheimer Ortsmitte, so ziert es nun den Vorplatz der Osterfeldhalle. In diesem Jahr wird der Baum zudem erstmalig nicht einfach in ein Loch im Boden gesteckt, sondern über ein speziell gefertigtes Scharnier verankert. Die neue Technik hat einen entscheidenden Vorteil: "Beim Stellen kann der Baum eigentlich nicht mehr zur Seite kippen", so Markus Mauz. Dadurch werde die ganze Prozedur natürlich weniger riskant. Neue Nähe Ausschlaggebend für den Standortwechsel war jedoch die Geselligkeit. Oliver Ramsch: "Hier ist einfach alles mehr beieinander. Man kann nach dem Stellen direkt in die Halle und dort weiter feiern." Und die rund 500 Zuschauer ließen keine Zweifel an der Partytauglichkeit der neuen Lokalität aufkommen: Die Stimmung hätte besser nicht sein können. Dazu trugen auch die Plochinger Chaosguggen bei, die mit fetzigen Rhythmen einheizten. Sie gehörten zu den rund 950 Hästrägern, die sich für die anschließende Fete in der Osterfeldhalle angesagt hatten. Die stand unter dem Motto "Abba fever". Fasnetsvereine aus Berkheim und dem Umland sorgten dafür, dass beim närrischen Publikum keine Langeweile aufkam. Dieser Artikel wurde original aus der Esslinger Zeitung übernommen, wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.


 
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