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Esslinger Zeitung vom 31.01. - 2. Nachtumzug

vom 31.01.2005
 

Nachts sind alle Narren kunterbunt

ES-BERKHEIM: Klirrende Kälte kann die ausgelassene Stimmung beim Nachtumzug nicht trüben (pd) - Bitterkalt war's beim zweiten Berkheimer Nachtumzug, und das sorgte für etwas weniger Schaulustige als vor zwei Jahren. Doch der fröhlichen Stimmung tat es keinen Abbruch: Die Straßen waren geschmückt, Guggenmusiken spielten mitreißend wie immer, Hästräger verteilten Bonbons, und die Hexen trieben ihren frechen Schabernack. Schon lange bevor sich der Umzug Punkt 19.11 Uhr auf den Weg machte, gab es am Samstagabend an zahlreichen Stellen Getränke und Verpflegung. Nach und nach setzten sich die rund 60 Gruppen und 1500 Mitwirkenden in Bewegung. Länge und Vielfalt des von den Berkheimer-Flegga-Kaschbern, den Berk-Hexen und allen anderen Vereinen hervorragend organisierten Umzugs waren wirklich kaum zu überbieten. Vor zwei Jahren hatten es die Berkheimer Narren das erste Mal gewagt, nun gab's den zweiten Anlauf. Klar, dass auch die Narrengemeinschaft Berkheim mit ihren Hästrägern und ihrer Guggenmusik dabei war. Die Stoiriegel Goischter zeigten erstmals ihre neue Maske, ein verschmitzt lächelndes Geistergesicht aus Lindenholz. Damit sich die stolzen 17 Musikgruppen, darunter drei Guggenmusiken aus der Schweiz, musikalisch nicht in die Quere kamen, waren sie im Zug verteilt - mit ihrer Lautstärke konnten allenfalls die Peitschenknaller mithalten. Um bei so vielen Gruppen den Überblick über die Narrenrufe vom klassischen "Narri-Narro" über "Ha-Tschi" und "Lompa-Seggl" bis hin zu "Wadda-Bolla" zu behalten, gab's für die Schaulustigen zwei Möglichkeiten: Im ausführlichen Programm waren alle Rufe notiert und an mehreren Stellen gab es Sprecherinnen und Sprecher, die per Lautsprecher den Umzug kommentierten und Hästräger und Schaulustige anfeuerten - vom Dach eines Schuhgeschäfts ebenso wie aus den Fenstern eines Hotels: "Holt auch die Männer!", riefen sie, und die vorbeiziehenden Hexen ließen sich das nicht zweimal sagen. Viele Zuschauer entlang der Strecke hatten sich der fünften Jahreszeit entsprechend verkleidet - und wenn nicht, halfen die Hästräger manchmal etwas nach: ein wenig die Frisur ordnen, etwas Schminke ins Gesicht oder auch mal kurz jemanden zu einem wilden Tänzchen entführen. Manche Kinder machten es ganz schlau und nutzten ihren Hut zum Sammeln der verteilten Bonbons. Tradition wird weitergeführt Der Umzug endete vor der Berkheimer Osterfeldhalle, dort wurde anschließend fröhlich weiter gefeiert. Ganz am Ende des langen Berkheimer Nachtumzuges kam mit der Startnummer 61 das Deutsche Rote Kreuz dort an. Natürlich mit eigenem Narrenruf: "Drei Mal Tatütata". Und weil aller guten Dinge nicht nur bei Narrenrufen drei sind, wird es im Jahr 2007 den dritten Berkheimer Nachtumzug geben - die bunte schwäbisch-alemannische Tradition zu nächtlicher Stunde wird also fröhlich weitergeführt. Dieser Artikel wurde original aus der Esslinger Zeitung übernommen, wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt.


 
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